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Pressemitteilungen
Nanotechnologie auf dem Sprung zur Anwendung
18. Dezember 2007
Mit einer neuen Förderinitiative unterstützt die VolkswagenStiftung den Durchbruch der Nanotechnologie im makroskopischen Maßstab.
Seit Jahren entwickeln Wissenschaftler neue Materialien und Komponenten mit herausragenden Eigenschaften im Miniaturmaßstab. Größenordnungen von wenigen Nanometern – das entspricht Millionstel Millimetern – zeichnen die winzigen Bausteine aus, die in der Nanotechnologie entstehen. Bislang sind es vor allem Einzelkomponenten, gut charakterisiert und beherrschbar – größere Anwendungen basierend auf diesen Bausteinen sind allerdings immer noch die Ausnahme. Doch die Nanotechnologie ist auf dem Sprung zur Anwendung. Es gilt nun, das Potenzial an molekularen Komponenten und Prinzipien für die Hochtechnologie zu nutzen. Die VolkswagenStiftung unterstützt diesen Prozess der Umsetzung in den kommenden Jahren mit einer neuen Förderinitiative zum Thema „Integration molekularer Komponenten in funktionale makroskopische Systeme“.
Welche realistischen Anwendungspotenziale stecken in den bislang erzielten Erkenntnissen und Technologien? Wie können daraus komplexere und funktionstüchtige Systeme im makroskopischen Maßstab aufgebaut werden? Das Spektrum an Themen, da sind sich die Experten einig, ist ungeheuer breit und längst nicht ausgereizt. Um dieser Breite an lohnenswerten Förderfeldern gerecht zu werden, ist die Initiative der Stiftung thematisch offen. Angesprochen sind Wissenschaftler verschiedener Disziplinen: von der Chemie über die Physik bis hin zur Biologie, außerdem die Ingenieurwissenschaften und mitunter auch die Medizin. Integrative Projekte – auch mit ausländischen Kooperationspartnern – werden ebenso unterstützt wie herausragende einzelne Arbeitsgruppen.
Im Vordergrund der Initiative steht – unabhängig vom Themengebiet – die Verknüpfung molekularer oder nanoskaliger Einheiten zu komplexeren Funktionssystemen mit makroskopisch nutzbaren Effekten. Die Herausforderung besteht unter anderem darin, die fehlende Schnittstelle zwischen der makroskopischen und der Nano-Welt zu schaffen. Dabei nimmt die Stiftung mit der neuen Initiative die gesamte Forschungskette in den Blick. Und die reicht von der Herstellung der winzigen Bausteine über deren Integration in größere Systeme, von der Kontrollierbarkeit und Manipulation über den Funktionsnachweis bis hin zur Herstellung eines Prototypen eines Gerätes oder Bauelements. Mindestens zwei dieser Schritte sollten die geförderten Vorhaben integrieren. Die Förderinitiative geht damit bewusst einen Schritt weg von der reinen Grundlagenforschung.
Um wirklich neue und unvorhersehbare Effekte zu erzielen, ist die Stiftung vor allem an Projekten interessiert, die sich auf Bausteine konzentrieren, die noch nicht vollständig charakterisiert beziehungsweise etabliert sind. Hierzu zählen etwa maßgeschneiderte Moleküle wie Dendrimere oder Rotaxane, funktionalisierte künstliche Viren, DNA-Analoga oder auch neuartige funktionalisierte Nanoteilchen von besonderer Bedeutung – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Damit will die VolkswagenStiftung Forschungsansätze am Rande des Mainstreams fördern und die Möglichkeiten auf dem Gebiet der Nanotechnologie erweitern.
Vorgesehen ist eine längerfristige Förderung der Projekte von fünf bis sechs Jahren. Flankierend zu den Forschungsprojekten wird auch der wissenschaftliche Austausch im Rahmen der neuen Initiative unterstützt: Sommerschulen, Gastprofessuren und Freisemester, Laborrotationen und Tagungen sind ausdrücklich erwünscht. Genauere Angaben zur Antragstellung finden Sie ab Januar 2008 hier
http://www.volkswagenstiftung.de/foerderung/impulse/komponenten.html
Kontakt Förderinitiative
VolkswagenStiftung
Dr. Franz Dettenwanger
Telefon: 0511 8381 - 217
E-Mail: dettenwanger@volkswagenstiftung.de
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Pressemitteilungen
Bald keine Utopie mehr: intelligente und selbstheilende Schichten für „denkende Oberflächen“
14. Dezember 2007
Die VolkswagenStiftung bewilligt 4,76 Millionen Euro für sieben neue Vorhaben in ihrer Förderinitiative „Innovative Methoden zur Herstellung funktionaler Oberflächen“.
Die Herstellung intelligenter Oberflächen ist ein wichtiges Forschungsthema der nahen Zukunft. Bereits heute gibt es Beispiele etwa für Beschichtungen, die in der Lage sind, entweder aus sich selbst heraus oder gezielt von außen gesteuert ihre Eigenschaften an Umweltbedingungen anzupassen. Was solche funktionalen Flächen leisten sollten, damit wollen sich künftig auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zweier Kooperationsvorhaben aus dem Themenfeld der „intelligenten und sich selbst heilenden Schichten“ beschäftigen. Sie nähern sich dem Prozess der Herstellung solcher Systeme zwar mit unterschiedlichen Ansätzen, stoßen dabei aber auf gleiche grundlegende Fragen. So geht es zum Beispiel immer auch darum, wie sich diese Flächen effektiv und kostensparend herstellen lassen.
Auch zwei weitere Vorhaben, die Kunststoff- und keramische Materialien in den Blick nehmen, zeigen, was gefordert ist, wenn Oberflächen nicht nur lang ersehnte neue Eigenschaften erhalten, sondern ihre Herstellung zugleich wirtschaftlichen und Umweltansprüchen genügen soll. Im Folgenden stellen wir Ihnen diese vier jetzt bewilligten Vorhaben kurz vor; danach folgen die drei weiteren neuen Kooperationsprojekte in der Übersicht. Die sieben Vorhaben werden von der VolkswagenStiftung für die kommenden drei Jahre mit insgesamt 4,76 Millionen Euro unterstützt:
http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?no_cache=1&tx_konopress_pi1%5Btx_konopress_texte%5D=470&tx_konopress_pi1%5BbackPid%5D=127&tx_konopress_pi1%5BpS%5D=1167606000&tx_konopress_pi1%5BpL%5D=1199055600&cHash=8f4fd68ad4
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